Ständerbohrmaschine Test – Die Testsieger im Vergleich

Eine Ständerbohrmaschine ist kleiner und leichter als eine Säulenbohrmaschine, aber im Unterschied zu Tischbohrmaschinen mit Fuß und Arbeitstisch sowie einer langen Säule auf stabilem Fuß ausgestattet.

Die Einsatzgebiete sind vielfältig, sofern Sie das passende Modell finden. Die Checkliste und Sicherheitshinweise sowie eine Übersicht über die Marktführer im Ständerbohrmaschine Test 2015 helfen Ihnen dabei.

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Ständerbohrmaschinen im Vergleich

Neben der Ursprungsform für die Industrie, der Säulenbohrmaschine, ist die Ständerbohrmaschine etwas kleiner und leichter. Ihr Aufbau unterscheidet sich nur geringfügig von dem einer Tischbohrmaschine. Die Grundkomponenten einer solchen Bohrmaschine sind:

  • Schwerer Fuß zur Stabilisierung
  • Höhenverstellbarer Arbeitstisch, bei einigen Modellen auch zur Seite schwenkbar
  • Säule mit Bohrspindel
  • Morsekegel zur Aufnahme des Bohrers oder eines Bohrfutters

Im Fuß vieler Säulenbohrmaschinen ist je nach Bohrbedarf außerdem ein Behälter für Bohremulsion oder Schneidöl enthalten. Die wichtigsten Bedienelemente sind:

  • Ein-/Ausschalter für die Bohrspindel
  • Not-Aus für sofortiges Arbeitsstopp bei Problemen
  • Schalter zum Zuführen des Kühlmittels oder der Bohremulsion
  • Drehzahl-Umschalter, entweder in Stufen oder stufenlos bedienbar

Einsatzgebiete

Ständerbohrmaschinen finden sich in Lehrwerkstätten, wo genügend Aufstellfläche zusätzlich zu vorhandenen Werkbänken vorhanden ist. Im Handwerk schaffen sich kleinere Werkstätten des Modellbaus und der Feinmechanik trotz der Größe häufig eine Säulenbohrmaschine statt einer kompakteren Version für den Tisch an. Grund dafür sind die deutlich höhere Stabilität und bei Markenmodellen die Robustheit einer Industriemaschine.

Heimwerker, die viel am Auto basteln oder Umbauprojekte planen, arbeiten ebenfalls häufig mit einer Ständerbohrmaschine. Eine Säulenbohrmaschine ist meist für den Privateinsatz zu mächtig (Gewicht, Abmessungen), aber die kleinere Ständervariante verbindet die Vorzüge der kompakten Version und jene einer Säulenbohrmaschine für diesen Heimwerkerbedarf in der buchstäblichen „goldenen Mitte“.


Vorteile in der Praxis

  • Gute Bohrleistung an schwierigen Werkstückseiten möglich, z.B. auf Rundungen oder in Kanten und Ecken
  • Stabile Beschaffenheit auch für schwere Werkstücke – dadurch ein größerer Bohrdruck
  • Materialgerechte Bohrleistung über Einstellmöglichkeiten, auch der Dicke eines Werkstücks entsprechend
  • Bei Bedarf auch Gewindeschneiden möglich

Nachteile

  • Im Vergleich zu anderen Bohrmaschinen höherer Anschaffungspreis
  • Eigene Aufstellfläche zusätzlich zum Werkstatttisch im Arbeitsraum nötig

FAQ und Checkliste

1. Wie häufig werden Sie voraussichtlich mit der Ständerbohrmaschine arbeiten?

Für gelegentliche Bohrarbeiten genügt ein kleineres Modell mit den Grundeinstellungen und einem mittelstarken Motor. Für häufige Arbeiten sollten Sie lieber mehr Geld in ein Profimodell für Dauerbelastungen investieren.

2. Werden Sie eher Holz oder Metall bearbeiten, oder möchten Sie hierbei flexibel bleiben?

Günstig sind Ständerbohrmaschinen für die Holzbearbeitung, während kräftige Motoren und Bohrspindeln zur Metallbearbeitung deutlich mehr kosten.

3. Suchen Sie ein Modell für feinmechanische oder grobe Bohrdurchmesser?

Diese Entscheidung macht bei Markenmodellen kaum einen Unterschied im Preis aus. Aber Sie erzielen je nach Bedarf nur optimale Bohrergebnisse, wenn die Maschine kleine bis mittlere oder mittlere bis große Bohrdurchmesser leisten kann.

4. Welche maximale Betriebslautstärke erreicht die Bohrmaschine?

Da Bohren selbst beim leisesten Motor immer mit Lärm verbunden ist, bringen Sie am besten vor der Anschaffung einen geeigneten Schallschutz im Aufstellraum an.

Marktführer auf dem Gebiet der Säulenbohrmaschine

Einhell Germany ist Markenhersteller von Werkzeugen und Stationärgeräten, darunter mehreren sehr unterschiedlich ausgestatteten Modellen einer Ständerbohrmaschine. Von schweren Säulenbohrmaschinen bis zu kleinen Modellen fast auf Größe einer kleinen Bohrmaschine enthält das Sortiment alle Varianten für Heimwerker und kleine Werkstätten.

Säulenbohrmaschinen waren über viele Jahre hinweg Teil des Sortiments bei Mannesmann. Aktuell sind nur noch wenige Ständerbohrmaschinen für Heimwerker online zu finden. Allerdings lohnt die Ausschau auch nach Gebrauchtmodellen in gutem Wartungszustand, da die Mannesmann-Technik bei Stationärgeräten als unverwüstlich bekannt ist.

Der vergleichsweise junge Marktführer Berlan produziert Heimwerker-Werkzeuge und Gartengeräte. Die Modelle bei stationären Maschinen für Heimwerker fallen durch solide Verarbeitung zu einem günstigen Neupreis auf. Die Maschinen von Holzmann sind dem Bedarf der holzverarbeitenden Industrie angepasst. Einige Modelle von Ständerbohrmaschinen leisten Bohrpräzision auch in Blech und Metall. Diese kommen vor allem beim Heimwerker und in Werkstätten sowie Autowerkstätten zum Einsatz.


Preisklassen und Preisunterschiede bei Ständerbohrmaschine

Eine günstige Säulenbohrmaschine findet sich bei Berlan oder Einhell im Preisbereich bis 100 Euro. Damit können allerdings nur kleine und mittlere Werkstücke bearbeitet werden. Für schwere Teile oder sperrige Werkstücke ist eine Durchschnittsausgabe von wenigstens 120 Euro (gesehen bei Scheppach) bis etwa 300 Euro empfehlenswert. Einige längere Einhell-Maschinen decken diesen Bereich ab.

Ab 260 Euro bis etwa 400 Euro führt Holzmann Modelle für den Bedarf beim Heimwerker. Säulenbohrmaschinen des gleichen Anbieters kosten bis zu 850 Euro. Diese sind allerdings belastbar wie Industriemaschinen. Gründe für Preisunterschiede bei Ständerbohrmaschinen sind die unterschiedlichen Abmessungen, das stabile Gesamtgewicht und die Verstellmöglichkeiten von Einspanntisch und Bedienhebel.

Auch die unterschiedlich möglichen Bohrdurchmesser, die Drehzahlen und die Belastbarkeit des Motors entscheiden darüber, wie günstig oder teuer eine Ständerbohrmaschine angeboten wird. Eine Ausgabe von 150 bis 300 Euro stellt in jedem Fall sicher, dass das Modell eine hohe Lebensdauer hat sowie gute Präzision und Bohrmöglichkeiten jeden Bedarfs für Heimwerker und kleiner Werkstätten bietet.


Sicherheit und Risiken

Der Umgang mit Säulenbohrmaschinen wird in Lehrwerkstätten und Betrieben von Sicherheitsunterweisungen begleitet. Zudem wird jede Maschine von Prüfinstituten auf deren Betriebssicherheit getestet. Erst, wenn ein Modell diese Tests erfolgreich durchlaufen hat, bekommt es ein Zertifikat nach VDE-Standard und wird für den Markt zugelassen. Die Sicherheitsvorschriften, welche von Berufsgenossenschaften als Norm verlangt werden, gelten auch für den Betrieb im privaten Heimwerkerbereich.

Darüber hinaus erhöhen Sie Ihre eigene Sicherheit bei der Arbeit durch gute Vorbereitung:

  • Tragen Sie keine Handschuhe zum Bohren und keine weite oder gar flatterige Kleidung
  • Verzichten Sie auf das Tragen von Schmuck, und fixieren Sie langes Haar so, dass es nicht in den Bohrbereich hängen kann
  • Tragen Sie Sicherheitsschuhe oder festes Schuhwerk beim Bohren mit der Ständerbohrmaschine
  • Schützen Sie Ihre Augen mit einer Schutzbrille vor herumfliegenden Bohrspänen
  • Gegen den betriebsbedingten Lärm schützen Sie sich mit geeigneten Ohrschützern oder Ohrstöpseln

Ein Risiko für Ihre Gesundheit kann bei schlechter Vorbereitung auch ein Werkstück oder Maschinenteil sein. Dagegen hilft diese Vorbereitung:

  • Prüfen Sie den festen Sitz des Werkstücks in der Einspannvorrichtung gründlich.
  • Verwenden Sie für sperrige Werkstücke einen zweite, zuverlässige Einspannvorrichtung
  • Entfernen Sie den Futterschlüssel vor dem Einschalten der Säulenbohrmaschine aus dem
  • Bohrfutter, damit er nicht zum Risiko durch Herumfliegen wird
  • Die Qualität des Modells ist der wichtig – Hierfür empfehlen wir unseren Ständerbohrmaschine Test